Räumung ist das schnelle In-Sicherheit-Bringen von Personen aus einem akut gefährdeten Bereich. Die Räumung erfolgt als vorsorgliche Maßnahme, wenn eine Gefährdung abzusehen ist. Die möglichen Schäden sind in ihrem Ausmaß begrenzt, und eine Wiederbelebung des Gebäudes ist vorgesehen. Eine Nutzung des Gebäudes oder des Betriebsbereiches soll nach kurzer Zeit wieder möglich sein.

Eine Evakuierung ist das längerfristige Verbringen von Personen aus einem gefährdeten oder zerstörten Bereich in einen inaktiven Bereich mit gleichwertiger Versorgungsmöglichkeit aufgrund einer übergeordneten Entscheidung, d.h. eine geordnete Verlegung von Menschen und Tieren aus einem gefährdeten Bereich bzw. Gebiet. Bei einer Evakuierung (langfristige oder endgültige Maßnahme) ist die Gefährdung in ihrem Ausmaß nicht abzusehen – der Schaden kann unbegrenzt groß sein.

Der Aufbau eines Notfall- und Evakuierungskonzeptes lässt sich in Phasen unterteilen:

  • Analyse des bestehenden Notfallmanagements und der definierten Schutzmaßnahmen
  • Ausarbeitung der Evakuierungsordnung
  • Aufbau von Ablaufplänen zur Bewältigung verschiedener Bedrohungen
  • Planung und Vorbereitung von Evakuierungsübungen
  • Die Erstellung von Flucht- und Rettungsplänen
  • Schulung und Instruktion der Mitarbeiter/-innen
  • Durchführung von Räumungs- und Evakuierungsübungen
  • Nachbereitung und Zielkontrolle